Deutsche Kolonien bei Sankt-Petersburg und Nowgorod 1765 - 1941

Gewidmet den deutschen Kolonisten bei Sankt-Petersburg und Nowgorod       

"Von Gottes Gnaden..."    

DIE AUTOREN DES PROJEKTS

Genealogischer Abschnitt des Projekts:

Anatol Gehweiler/Geweiler, Deutschland, geb. 1952 im  Holzwirtschaftsbetrieb  Bely Jar,  Tjumen- Gebiet, Russland.

Anatol war Mitbegründer und Autor dieser Webseite sowie ein unermüdlich schaffender Genealoge. Er starb völlig überraschend am 6.11.2015. Sein Vermächtnis wird in Erinnerung bleiben !

Anatols Vorfahre, Johann Carl Gehweiler, ein Württemberger, kam im Jahre 1765 über Dänemark nach Russland. Er gehört zu den Mitbegründern der deutschen Kolonie Kolpino  bei Sankt-Petersburg und wurde im Frühjahr 1767 dort angesiedelt.

Idee, Realisation, Begleitung; Photoarchiv: 

Irina Kibina, Russische Förderation, geb. 1964 in Nowgorod, Russland

Irinas Vorfahre, Johann Christoph Biess, ein Württemberger, kam im Jahre 1809 aus preussisch Polen nach Russland. Er wurde 1810 zuerst in der deutschen Kolonie Iswara angesiedelt und zog von dort im Jahre 1812 in die deutsche Kolonie Kipen bei Sankt-Petersburg.

 
 

Vorwort

Dieses Internet-Projekt ist den deutschen Kolonisten bei Sankt-Petersburg und Nowgorod gewidmet, damit diese nicht vergessen werden.

Die Besonderheit dieses Webseiten-Projektes ist seine genealogische Ausrichtung.

Der Geburtstag dieser Webseite ist der 9. Juni 2013.

Dieses Webseiten - Projekt wurde anlässlich des 250. Jahrestages des Manifestes der russischen Kaiserin Catharina II. vom 22.07.1763 online gestellt.

Bereits während der Arbeiten an diesem Web - Projekt ist es weit über seine ursprünglichen  Intentionen hinausgewachsen. Es umfaßt ausserdem auch die Umsiedlung der Kolonisten aus Jamburg nach Noworossia, die zweite Kolonisten-Welle Anfang des XIX. Jahrhunderts, die Entstehung von den Neu-Kolonien bei Sankt-Petersburg, die Umsiedlung der über die Ostsee angereisten Kolonisten nach Noworossia und die Gründung der Tochter - Kolonien bei Nowgorod. Dementsprechend wurden die Themen und die Widmung dieser Webseite im Jahre 2014 und 2015 erweitert.

Als Grundlage der genealogischen Abschnitte für die ersten 3 Kolonien bei Sankt-Petersburg dienten vor allem das erste lutherische Kirchenbuch zu Neu-Saratowka aus den Jahren 1766 - 1805 sowie die Einträge im Ehestandsregister zu Srednja Rogatka aus den Jahren 1818 - 1835.

Diese unschätzbaren Bücher kamen in den 20. - er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus Russland nach Deutschland, womit diese vor unvermeidlicher Vernichtung gerettet wurden.

Das Kirchenbuch zu Neu-Saratowka und das Ehestandsregister zu Srednja Rogatka wurden an die "Hauptstelle für die Sippenkunde des Deutschtums im Ausland" in Berlin weitergegeben.

Am 19.04.1942 wurden diese Bücher an den Geographen Dr. Emil Meynen übergeben. Es wurden  Photokopien von diesen und nachfolgenden Büchern hergestellt, die bis zum heutigen Tage existent sind.

Noch Mitte der 30.er Jahre des 19. Jahrhunderts hat man Versuche unternommen, das erste Kirchenbuch zu Neu-Saratowka, welches Eintragungen für alle drei Alt-Kolonien enthält, zu erforschen.

Der Historiker und Genealoge Reinhold Scholl, Deutschland, hat 1936 das Ehe-Register aus dem Kirchenbuch zu Saratowka im "Jahrbuch für auslandsdeutsche Sippenkunde" veröffentlicht. Dieses enthält einige Ungenauigkeiten, hervorgerufen durch falsches oder ungenaues Entziffern bei der Transkription der Familiennamen.
Gleichzeitig hat Boris Schäfer, Deutschland, alle Eintragungen im Kirchenbuch von Neu-Saratowka abgeschrieben. Seitdem, soweit es bekannt ist, wurden keine weiteren detaillierten Forschungen vorgenommen.

Die Dateien aus dem Kirchenbuch zu Neu-Saratowka auf der Webseite der Mormonen "https://familysearch.org/search/collection/location/1927021" mit ihrer riesigen Datenbank, sind leider fragmentarisch, in einigen Teilen nicht vollständig und damit nicht immer verlässlich. Dies trifft auch für die Datenbank unter " http://odessa3.org/search.html" zu. In letztgenannter Datenbank sind keine übergreifenden Generationsverbindungen ausgewiesen.

In Russland sind die Kirchenbücher der deutschen Kolonien bei Sankt-Petersburg fast ausschliesslich von 1834 bis 1885 im russischen staatlichen historischen Archiv – RGIA - in Sankt-Petersburg und von 1894 bis zu 1917/18 im zentralen staatlichen historischen Archiv – ZGIA - in Sankt-Petersburg vorhanden.

Es wird darauf hingewiesen, daß es Lakunen in diesen Buchreihen gibt, d.h. es fehlen die Kirchenbücher für einige Jahrgänge. Es sind meistens eigentlich keine direkten Kirchenbücher, sondern die konsistorischen Abschriften dieser. Ein Teil dieser Informationen, die im originalen Kirchenbuch vorhanden waren und von großem Interesse für die Familienforscher sein könnten, wurden weggelassen.

So stehen heutzutage letztendlich diejenigen, die einen Stammbaum erstellen möchten, nicht selten vor einer zeitlichen Kluft, die viel mehr als eine Generation breit sein kann, da die Kirchenbücher 1806 - 1833 bekanntlich verlorengegangen sind. Aber trotzdem ist es in manchen Fällen doch möglich, alle Glieder der Vorfahren zusammen zu bekommen.

Das Authorenteam hofft, dass all die Dateien und Informationen, die in diesem Projekt aufgezeigt werden, den Nachkommen der ersten deutschen Kolonisten bei Sankt-Petersburg bei ihren Familienforschungen helfen und dienlich sein können.

Viele von den Kolonisten, die im Raum Sankt-Petersburg angesiedelt wurden, waren schon vorher in Dänemark (*) als Kolonisten tätig, wo sie in den Jahren 1760 bis 1765 unter dem damaligen  schleswig-holsteinischen Landesherrn König Friedrich V. von Dänemark die Kolonisation von dünn besiedelten Heide- und Moorregionen auf der Schleswigschen Geest und in Jütland betrieben. Die angesiedelten Kolonisten stammten ursprünglich nicht nur aus Baden-Württemberg, Hessen und der Pfalz, sondern auch aus Brandenburg, Mecklenburg oder dem damaligen preussisch Polen. Auch für diese Periode findet man in den aufgezeigten Stammbäumen die entsprechenden Daten und Informationen. Grundlage dafür sind die Kopien und Abschriften von Akten in Schleswig-Holstein und Dänemark, die infolge des gegenseitigen Informationsaustausches mit Privat-Personen und genealogischen Vereinen bezogen, ausgewertet und hier an entsprechender Stelle aufgezeigt werden. (*) siehe auch Webseite des Arbeitskreises Plaggenhacke, http://www.plaggenhacke.de.

Im Rahmen einer zweite Kolonisten - Welle im Jahre 1809, welche eine Ansiedlung von Kolonisten im Raume Sankt-Petersburg vorsah, wurden von den dortigen Behörden Listen und Revisionsergebisse (Volkszählungs-Informationen) erstellt. Für dieses Web- Projektes wurden die enthaltenen Informationen ausgewertet und als Listen erstellt, sie umfassen die Jahre 1809 bis 1858.

Auf den Webseiten dieses Projektes stehen digitalisierte Fotos zu ehemaligen Kolonien bzw. Ansiedlungen sowie Transkriptionen von einigen archivarischen Dokumenten sowie digitalisierte Kartenauschnitte zur Ansicht bereit.

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Bei aller Sorgfältigkeit der durchgeführten genealogischen Arbeiten sind Fehler und Ungenauigkeiten nicht auszuschliessen. Konstruktive Anmerkungen zu einzelnen Personen oder Familien oder Informationen und Fotos werden mit Dankbarkeit entgegengenommen.

Da diese Internet gebundene Projektarbeit eigentlich noch nicht beendet ist, kann jeder mitmachen und -helfen, der sich berufen fühlt den Inhalt dieser Webseite  zu vervollständigen, zu korrigieren  und zu erweitern bzw. Anregungen zu geben.

Insbesondere sind Dateien/Info’s  aus eigenen Stammbäumen, alte Fotos, Urkunden, Karten, Bescheinigungen usw. erwünscht, bitte schreiben sie uns an. Nutzen Sie dazu unseren obigen Kontakt-Button.

Das Authorenteam bedankt sich im Voraus  über Ihr Engagement.

 

 

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Dieses Internet - Projekt hat nur einen Zweck:

- den Nachkommen deutscher Kolonisten in Russland die Wurzeln und Herkunft aufzeigen -

- Weitergabe von möglichst umfassenden genealogischen Informationen in deutscher Sprache -

 

 

Herzlich willkommen in der Geschichte unserer Ahnen !

Anatol war Mitbegründer und Autor dieser Webseite und unermüdlich schaffender Genealoge.